Fukushima: 12’000 Teilnehmer an Atomausstiegs-Konferenz in Yokohama

(SES) Mitte Januar wurde in Yokohama in Japan eine zweitägige Weltkonferenz für den Atomausstieg   erfolgreich durchgeführt. Referate internationaler Spezialisten haben 12’000 Teilnehmer angelockt. Zusätzlich haben 100’000 Personen die Tagung per Internet-TV verfolgt.

Das Interesse der Bevölkerung am Atomausstieg und an einer erneuerbaren Zukunft hat in Japan historische Dimensionen erreicht. An der Eröffnungsveranstaltung hielt ein evakuierter Viertklässler aus Fukushima, Yuji Totsuka, eine aufwühlende Rede: «Ich möchte die wichtigen Leute dieses Staates fragen: Was ist wichtiger, unser Leben oder Geld? Ich habe meinen Traum für die Zukunft. Ich will ein Fachmann werden, der den Menschen Nutzen bringt, z.B. im Bereich der umweltfreundlichen Energie. Für diesen Traum will ich gesund bleiben und nicht sterben. Leute, wir Kinder brauchen keine Atomkraftwerke!»

«Arbeitsgemeinschaft der Gemeindevorsteher für Atomausstieg»
In einer Session mit Gemeindepräsidenten wurde eine «Arbeitsgemeinschaft der Gemeindevorsteher für Atomausstieg» gegründet. Die Konferenz hat ein Yokohama-Statement publiziert. Dieses verlangt,

  • dass die Rechte der Fukushimageschädigten geschützt werden;
  • dass der Staat und Tepco die Informationen ganz offen legen;
  • dass der weltweite Atomausstieg geplant wird und die japanischen AKWs nicht mehr hochgefahren werden;
  • dass der Export von Atomtechnologie verboten und die kommunale Energieversorgung ohne AKWs unterstützt wird.

In Zusammenarbeit mit der japanischen Fachjournalistin Kaori Takigawa liefert die Schweizerische Energie-Stiftungr monatlich Aktualitäten und Hintergründe direkt aus Japan. Quelle: http://npfree.jp/tv.html    

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