Grundforderung von Hans-Peter Dürr

Unsere Verpflichtung zur Bewahrung der Schöpfung, unsere Ehrfurcht vor allem Leben und die Beachtung der Menschenrechte sollte uns Menschen streng verbieten eine Technik zu entwickeln und betreiben, die im schlimmsten Falle ihres Versagens (dem maximal möglichen Störfall ohne Berücksichtigung seiner Eintrittswahrscheinlichkeit) einen nach diesen allgemeinen Grundsätzen inakzeptablen* Schaden verursachen kann!

*Inakzeptabel ist insbesondere, wenn der Schaden in hohem Masse andere (jetzt oder in der Zukunft) trifft als die Nutzniesser dieser Technik.

(aus „Wieviel menschliche Aktivität verträgt die Biosphäre? “ von Hans-Peter Dürr, 9. Mai 2007, Technopark Zürich)

„Ich nenne nur einen Grund, der für mich als Kernphysiker ein absolutes Nein zur Kernenergie bedeutet: Wir Menschen sollten nie und nimmer Technologien entwickeln, die bei einem maximal möglichen Störfall zu einem Schaden führen, der nicht mehr von uns verantwortbar ist. Und diese Forderung muss gelten, ganz gleich, welche Wahrscheinlichkeiten für den Eintritt eines solchen Störfalls ausgerechnet worden sind.“ 

(Text aus seinem Buch „Warum es ums Ganze geht“ – Neues Denken für eine Welt im Umbruch)

(Hans-Peter Dürr, 1958-1976 Mitarbeiter von Werner Heisenberg,  ehemaliger Direktor am Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik in München, Träger des Alternativen Nobelpreises für Physik, Mitglied des Club of Rome, Mitbegründer der Quantenmechanik – bedeutender Querdenker und Impulsgeber)

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