Stellungnahme zur Pressemitteilung von Forum Vera

Stellungnahme zur Pressemitteilung von Forum Vera (Verantwortung für die Entsorgung radioaktiver Abfälle) Schaffhauser Nachrichten vom 18.9.2010

Gemäss Pressemitteilung verurteilt das Forum Vera die Proteste gegen ein Endlager anlässlich der Informationsveranstaltungen des Bundesamt für Energie (BfE). Gemäss dieser Pressemitteilung sollte für die Endlagerung der Atomabfälle „eine sichere und nachhaltige Lösung“ im Vordergrund stehen.  Widerstandsgruppen aus dem Weinland und dem Kanton Schaffhausen nehmen mit Erstaunen und Befremden Kenntnis von der Forum Vera-Mitteilung. Nach unserem Verständnis von Demokratie ist es legitim, Widerstand zu leisten gegen Vorhaben von Interessengruppen. Das gilt insbesondere wenn es um die Endlagerung für die auf Jahrtausende hinaus hochgiftigen Atomabfälle geht. Erfahrungen mit Projekten im Ausland und bei uns in der Schweiz zeigen, dass eine Sicherheit für so lange Strahlungszeiträume nicht möglich ist. Und solange die umweltgefährdende, unzeitgemässe Atomstromproduktion weiterhin strahlende Giftabfälle produziert, kann von Nachhaltigkeit auch bei der Endlagerung keine Rede sein. Der Zürcher Regierungsrat Markus Kägi hat sich dahin geäussert, dass kein Lager einer Region aufgezwungen werden soll, und der Kanton Schaffhausen ist von Gesetzes wegen zum Widerstand gegen ein Endlager verpflichtet. Deshalb ist nach unserer Überzeugung Widerstand im Rahmen unserer Demokratie gegen ein Tiefenlager im Weinland oder im Klettgau im Interesse der Bevölkerung dringend nötig.

H. und J. Herter-Leu, Andelfingen

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