29.11.2010 Eine Weltinnovation, bei der allein die Wasserströmung Energie erzeugt und keine Staudämme und sonstige Flusseinbauten benötigt werden.
Irgendwie schaut sie aus wie ein Wal. Elegant steht sie im Donauwasser bei Joching in der Wachau – neun Meter lang und drei Meter breit – und lässt sich von der Strömung nicht beirren. Die Stromboje von Fritz Mondl – AQUA LIBRE Energieentwicklungs GmbH
Im Gegenteil: die Strömung ist ihr „Lebenselixier“ und produziert sauberen Strom, und das nicht zu wenig: je nach Strömung bis zu 100.000 kWh/Jahr. Das Prinzip ist so einfach wie genial: die Strömung treibt einen Rotor an, der wiederum einen Generator antreibt. Ergebnis: ein umwelt – und landschaftsschonender Stromproduzent. Die Stromboje braucht kein Stauwerk, somit bleibt das Landschaftsbild erhalten, die Fische werden verschont, keine Gefahr für Wassersportler oder Schwimmer, ebenso wenig für Schiffe, und auch Hochwasser stellt keine ernste Bedrohung dar. Denn alles was die Stromboje im Wasser hält, ist ein in den Boden gebohrter Ankerstab.
Stromboje liefert feinsten Öko-Strom in der Wachau: 30 Haushalte werden von diesem Wunderwerk bereits mit sauberem Strom versorgt. Die Idee des Strömungskraftwerkes stammt eigentlich aus der Antike, wo man mit Wasserrädern die kinetische Energie der freien Strömung im Fluss nutzte. Die Stromboje ist eine Weiterentwicklung, die in Kombination mit moderner Technik ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Bis Ende 2010 wird die nächste Generation der Stromboje entwickelt: ein größeres Modell, das um 250% mehr Ertrag bringen soll.
Quelle: EnergyGlobe Award 2010
