„Die Kosten der Unsicherheit zahlt die Bevölkerung“

08.07.2012

Fukushima

Zur Aktualität von Rousseaus Zivilisationskritik
Von Bernhard Taureck

Nicht allein in Deutschland, sondern auch in Japan fragen sich informierte Menschen, darunter auch Physiker, inzwischen: Mündet der Fortschritt in die Verstrahlung von Fukushima und wird Fukushima überall sein, wo Fortschritt künftig sein soll?

Nehmen Sie sich Zeit für diesen interessanten Beitrag:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/1805316/

Quelle: Deutschlandfunk

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Aktivitäten

Atomenergie weltweit auf dem Rückzug

Gemäss „World Nuclear Industry Status Report 2012“ sind weltweit 429 Atomreaktoren derzeit am Netz. Im Rekordjahr 2002 waren es total 444 Reaktoren.  Fazit: Die Atomenergie ist weltweit auf dem Rückzug –  die Atomindustrie verliert an Wert; die erneuerbaren Energien hingegen entwickeln sich rasant. Der Bericht wurde von der Schweizerischen Energie-Stiftung SES unterstützt. 

Die Atomenergie ist weltweit rückgängig. Und zwar massiv: Der Anteil Atomstrom an der weltweitern Elektrizitätsproduktion hatte seinen Peak in den 90er Jahren mit einem Maximum von 17%. 2011 lag der Anteil bei gerade noch 11%. Mycle Schneider portraitiert also zwanzig Jahre nach dem ersten World Nuclear Industry Status Report eine Atomindustrie, die unter den kumulierten Einflüssen der Weltwirtschaftskrise, den Folgen von Fukushima, starken Konkurrenten sowie unter ihren eigenen Planungs- und Managementproblemen leidet.In Deutschland wurde 2011 erstmals mehr Strom aus erneuerbaren Energien produziert als in Atomkraftwerken. 

» World Nuclear Industry Status Report 2012 (pdf)

http://www.energiestiftung.ch/aktuell/archive/2012/07/10/world-nuclear-energy-status-report-2012.html

Quelle: Schweizerische Energie-Stiftung


Veröffentlicht am
Kategorisiert als Aktivitäten

„Alles sicher es gibt nur ein paar offene Fragen“

Lesen Sie, was Jürg Joss von der Organisation Fokus Anti Atom schreibt auf seinem Blog:

ENSI und Betreiber in einem Boot

9.7.2012: Wie zu erwarten hat das ENSI alle Eingaben der AKW-Betreiber durchgewunken. Nicht ganz, denn immer noch sind Fragen offen:

  • Die Kernkraftwerke Leibstadt und Mühleberg müssen nachweisen, dass das Brennelementabheben und seitliche Versetzen beim 10`000-jährlichen Erdbeben ausgeschlossen werden kann. Der Nachweis ist dem ENSI bis 31. Dezember 2012 einzureichen.
  • Das Kernkraftwerk Mühleberg muss die Berechnungen der Erdbebensicherheit für Stauanlagen im Einflussbereich des Kraftwerks gemäss Anforderungen in Prüfberichten des BFE vervollständigen. Die überarbeiteten Unterlagen sind dem BFE und dem ENSI bis am 31. Oktober 2012 einzureichen.
  • Das Kernkraftwerk Mühleberg muss hinsichtlich der Verbesserung der Dichtfunktion der Dammplatte zwischen dem Brennelementbecken und der Reaktorgrube eine Analyse durchführen und die Ergebnisse der Analyse dem ENSI bis zum 31. Dezember 2012 zur Beurteilung einreichen.

Und wieder einmal mehr haben die Betreiber eine Frist von einem halben Jahr um die Nachweise zu erbringen. Bis dann ist Fukushima schon 1 3/4 Jahre her und ENSI wie BKW hoffen die Vergesslichkeit der Öffentlichkeit!

Bei der aktuellen Stellungnahme des ENSI ging es um das Erdbeben andere Sicherheitsfragen sind ausgeklammert. Und sie waren es auch während der Stresstests.

  • Räumliche Trennung
  • Interne Überflutung
  • Interner Brand
  • Notstrombetrachtungen ohne Erdbeben
  • Rohrbruch Torusringleitung unterhalb Torus
  • Mängel aufgrund des Baujahresspätere Unfallerfahrungen  anderer AKW wurden teils nachgerüstet aber niemals entsprechen diese dem Technischen Stand eines neu zu Bewilligenden AKW.
  • Es gibt immer noch 17 nicht Erdbebenfeste Sicherheits und Betriebssysteme wie zum Beispiel die Brennelementelagerkühlung
  • Heute existiert keine diversitäre Kühlquelle
  • Heute existiert kein nachgerüsteter Staudamm
  • Heute existiert keindiversitäre Brennelementenotkühlung
  • usw.

Operation am offenen Herzen!

Soll der Wohlenseedamm ohne Ausserbetriebnahme des AKW Mühleberg durchgeführt werden entspricht dies einer Operation am offenen Herzen.

Soll die Aareunabhängige diversitäre Kühlquelle von der Saane im Betrieb des AKW gebaut werden entspricht dies einer Operation am offenen Herzen.

Erstmals bedingen beide Bauten eine Bau- und gar nukleare Betriebsbewilligung (da abweichend von Bewilligung 1992/1998).

Zweitens muss das AKW zwingend mindestens bis zur Inbetriebnahme der neuen Anlagen ausser Betrieb gehen. Denn heute liegt das Herz offen, die Bauwerke die das AKW schützen sollen sind noch nicht gebbaut!

Dass der Atomausstieg eine Farce ist war Atomgegner schon lange klar, denn die alten sollen nun weiterlaufen bis an das Lebensende dass der Betreiber oder ein politischer animierter Bundesrat beschliessen. Mit “Sicherheit” hat das nichts zu tun, sondern nur mit RISIKOpotenzierung!

Quelle: Jürg Joss

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Aktivitäten

1. Halbjahr 2012: „Nur noch ein AKW-Bau begonnen“

Im ersten Halbjahr 2012 wurde nur mit dem Bau eines einzigen AKW in Russland begonnen. Zwei seit Jahrzehnten betriebene Baustellen in Bulgarien wurden endgültig eingestellt. Zwei AKW begannen den Betrieb und zwei AKW wurden endgültig abgeschaltet.

Ganze Meldung :
Bilanz 1. Halbjahr 2012
Nur noch ein AKW Bau begonnen

Quelle: FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.  2012

 

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Aktivitäten

Reaktorunfälle haben unabsehbare Folgen auf Oekosysteme

1.7.2012 Forscher sichten mehr als 500 Studien, die in den 25 Jahren nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl entstanden sind

Ein Viertel Jahrhundert ist seit dem bislang gravierendsten Atomunglück von Tschernobyl vergangen. Und noch immer sind in Südengland einige Wiesen für die Viehhaltung gesperrt, noch immer dürfen in Finnland mancherorts keine Fische gezüchtet werden. Zwei Beispiele von vielen, die das Forscherteam unter der Leitung der Leuphana Universität Lüneburg zusammen getragen hat.

Reaktorkatastrophen haben vermutlich gravierendere und weit weniger absehbare Auswirkungen auf die Ökosysteme, als bisher angenommen. Zum Jahrestag des verheerenden Unglücks im japanischen Fukushima haben Wissenschaftler der Leuphana Universität Lüneburg eine neue Debatte über mögliche Langzeitschäden von Störfällen und Unfällen in atomaren Anlagen angeregt. Das Forscherteam um den Lüneburger Professor Dr. Henrik von Wehrden stützt sich bei seinen Erkenntnissen auf die Auswertung von mehr als 500 Studien über die Auswirkungen des Super GAUs von Tschernobyl.

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Aktivitäten