Stellungnahme zur Pressemitteilung von Forum Vera

Stellungnahme zur Pressemitteilung von Forum Vera (Verantwortung für die Entsorgung radioaktiver Abfälle) Schaffhauser Nachrichten vom 18.9.2010

Gemäss Pressemitteilung verurteilt das Forum Vera die Proteste gegen ein Endlager anlässlich der Informationsveranstaltungen des Bundesamt für Energie (BfE). Gemäss dieser Pressemitteilung sollte für die Endlagerung der Atomabfälle „eine sichere und nachhaltige Lösung“ im Vordergrund stehen.  Widerstandsgruppen aus dem Weinland und dem Kanton Schaffhausen nehmen mit Erstaunen und Befremden Kenntnis von der Forum Vera-Mitteilung. Nach unserem Verständnis von Demokratie ist es legitim, Widerstand zu leisten gegen Vorhaben von Interessengruppen. Das gilt insbesondere wenn es um die Endlagerung für die auf Jahrtausende hinaus hochgiftigen Atomabfälle geht. Erfahrungen mit Projekten im Ausland und bei uns in der Schweiz zeigen, dass eine Sicherheit für so lange Strahlungszeiträume nicht möglich ist. Und solange die umweltgefährdende, unzeitgemässe Atomstromproduktion weiterhin strahlende Giftabfälle produziert, kann von Nachhaltigkeit auch bei der Endlagerung keine Rede sein. Der Zürcher Regierungsrat Markus Kägi hat sich dahin geäussert, dass kein Lager einer Region aufgezwungen werden soll, und der Kanton Schaffhausen ist von Gesetzes wegen zum Widerstand gegen ein Endlager verpflichtet. Deshalb ist nach unserer Überzeugung Widerstand im Rahmen unserer Demokratie gegen ein Tiefenlager im Weinland oder im Klettgau im Interesse der Bevölkerung dringend nötig.

H. und J. Herter-Leu, Andelfingen

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PlanetSolar ist unter Schweizer Flagge in See gestochen

Bern, 27.09.2010 – Das grösste Solarboot der Welt, die MS TÛRANOR PlanetSolar, hat am Montag, 27. September, 14 Uhr, den Hafen von Monaco verlassen. Der Katamaran hat den Anker gelichtet für die erste Weltumrundung mit Solarenergie. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) unterstützt die Expedition seit zwei Jahren und ist offizieller Partner.

Ziel der Reise der MS TÛRANOR PlanetSolar ist die erste Weltumrundung nur mit Hilfe der Photovoltaik. Die Expedition soll dazu dienen, unser Wissen über solare Mobilität zu erweitern und diese weiterzu­entwickeln.

Das EDA unterstützt das Projekt über Präsenz Schweiz und das Schweizer Seeschifffahrtsamt mit 300 000Franken, aufgeteilt auf drei Jahre (2009–2011), und die Schweizer Auslandvertretungen leisten dem Katamaran in den verschiedenen Etappenländern organisatorische und logistische Hilfe­stellung.

Die erste Weltumrundung dauert mindestens acht Monate und wird den Katamaran an die nord­amerikanische West- und Ostküste sowie nach Cancún, Sydney, Singapur und in die Vereinigten Arabischen Emirate führen. Je nach Wetter kann die Reise aber auch bedeutend länger dauern.

Das Projekt PlanetSolar ist in der Schweiz, am Ufer des Neuenburgersees, entstanden, umfasst aber heute ein internationales Team aus Physikern, Ingenieuren, Bootsbauern und verschiedenen Persön­lichkeiten, die sich für erneuerbare Energien und Umweltschutz einsetzen.

Quelle: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten

Zusätzliche Verweise:

extern planetsolar

extern  Swissworld

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100 Prozent jetzt!

Vor wenigen Jahren noch war es in allen Industriegesellschaften Mehrheitsmeinung, dass die erneuerbaren Energien niemals zu 100% die alten Energieträger ersetzen können. Heute aber ist unbestritten, dass der 100%-ige Umstieg nötig und möglich ist. Umstritten ist nicht mehr ob, sondern nur noch wann der vollständige Wandel zu erneuerbaren Energien zu realisieren ist.

„Der Wechsel zu hundert Prozent erneuerbaren Energien bedeutet den umfassendsten wirtschaftlichen Strukturwandel seit Beginn des Industriezeitalters“,  so Hermann Scheer in seinem neuen Buch („Der energethische Imperativ – 100% jetzt: Wie der vollständige Wechsel zu erneuerbaren Energien zu realisieren ist“).

 

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Widerstand vor der MZH in Trüllikon

Deshalb leisten wir Widerstand gegen die geplanten Atommülldeponien und sagen:  Atomendlager – nein!

Aus Verantwortung gegenüber dem Leben, der Schöpfung und den kommenden Generationen haben wir uns seit Jahren über die Atomenergie informiert und setzen uns deshalb klar für eine Verlagerung  der Energiegewinnung ein; weg vom lebensbedrohlichen Atomstrom, hin zu erneuerbaren Energien. Entgegen allen Behauptungen ist die Atomenergie nicht sauber. Sie verursacht in der gesamten Laufzeit von AKW und im ganzen Produktionsablauf enorme menschliche, technische und soziale Risiken und Gefahren vom Uranabbau über die Wiederaufbereitung von Brennstäben, zur Produktion von hochgiftigem Abfall und atomwaffenfähigem Material bis zur ungelösten Entsorgungsfrage.

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Der Müll ist zwar da, doch müssen unbedingt andere Wege für den Umgang mit dieser immensen Altlast gesucht werden.  Der unvorstellbar lange strahlende und die Nachwelt extrem gefährdende Abfall darf nicht einfach vergraben und vergessen werden, um den Weg frei zu machen für die Weiterführung der bestehenden und den Bau neuer AKW. Genau dies bezwecken aber die Informationsveranstaltungen. Sie sind nichts anderes als eine gross angelegte Werbekampagne und Ablenkung zugunsten der Akzeptanz der vorgeschlagenen Standorte und dem Bau von Atomendlagern. Die ungelösten (und auf diesem Weg  nicht lösbaren) Fragen bleiben unbeachtet und unbeantwortet.  Statt die Gewinnung von erneuerbarer Energie intensiv zu fördern, wird alles daran gesetzt, die Leute von der Notwendigkeit des Atomstroms zu überzeugen. Dass jede AKW-Laufzeitverlängerung und jeder neue Atommeiler uns noch mehr Müll bringt und damit bald zur Forderung nach weiteren Endlagern führt, wird verschwiegen. Die sichere Entsorgung des von den AKW produzierten nuklearen Abfalls ist weltweit ein ungelöstes Problem – auch wenn uns die Nagra das Gegenteil weis machen will. Eine verheerende Zukunftsperspektive für unsere Kinder und für die ganze Welt.

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Deshalb leisten wir Widerstand gegen die geplanten Atommülldeponien und sagen 

 Atomendlager – nein!

Unsere Plakate bestärken unsere Forderungen :

– genug der Verharmlosung

– genug der Abkoppelung von AKW und Endlager

– genug der Vernachlässigung erneuerbarer Energien

– genug der Allmacht der Energiekonzerne

– genug des Versuchslabor unter unseren Häusern

– genug der Altlasten für unsere Kinder

– genug der unlösbaren Fragen

Endlager NEIN                   

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Zu viel Druck im Reaktor

IPPNW-Pressinformation vom 23.9.2010: IPPNW 2010

Nach Informationen der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW sind die alten Siedewasserreaktoren Brunsbüttel, Isar-1 und Philippsburg-1 („Baureihe 69“) durch unzulässige Spannungen am Reaktordruckbehälter gefährdet. Bei Störfällen kann es zum Versagen des Reaktordruckbehälters kommen. Eine ausreichende Kühlung des Reaktorkerns wäre dann vermutlich nicht mehr gewährleistet. Aktuelle Berechnungen bestätigen die Problematik.

Pressemitteilung IPPNW vom 23.9.2010

Artikel auf spiegel-online

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