Stocamine – Die „kleine Asse“ am Oberrhein

Seit September 2010 warnen Experten der französischen Bergbaubehörde, dass Giftmüll aus der modernsten, sichersten und durch einen Brand zerstörten Giftmülldeponie Stocamine, in wenigen Jahrhunderten eines der größten und wichtigsten Grundwasserreservoire Europas vergiften könnte.

Der Skandal um das Atommülllager Asse ist in aller Munde. Radioaktives Wasser schwappt durch das jahrzehntelang als sicher gepriesene „Endlager“. Anstelle von leicht- und mittelaktivem Atommüll war unter anderem hochradioaktives Plutonium eingelagert worden. Es war vertuscht, gelogen und betrogen worden und wie fast immer bei großen Umweltverbrechen sitzt keiner der Verantwortlichen im Gefängnis. Der Atommüll muss jetzt geborgen werden und die Folgekosten des Asseskandals von bis zu
6 000 000 000 Euro tragen nicht die Atomkonzerne, sondern die SteuerzahlerInnen.

Stocamine – Der Skandal um die „kleine Asse“ am Oberrhein ist weniger bekannt und die drohende Grundwasservergiftung am Oberrhein durch Zyanid, Arsen und chrom- und quecksilberhaltige Abfälle hat eine unglaubliche Vorgeschichte.

Axel Mayer / BUND-Geschäftsführer

Mehr dazu: http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/asse-stocamine-atommuell-giftmuell.html

Mehr Informationen zur Grundwasserversalzung am Oberrhein finden Sie hier

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Schwangere, hütet euch vor AKWs!

Von Susan Boos, WOZ vom 16.9.2010:

Schweizer Atomanlagen geben beträchtliche Mengen Tritium ab, das Wasser radioaktiv macht. Dieses Tritium könnte der Grund sein, weshalb Kinder, die in der Nähe von Atomanlagen leben, häufiger an Leukämie erkranken als andere Kinder. Auch die Strahlenschutzkommission fordert Abklärungen

Tritium und Leukämie: Warum die Schweizer Grenzwerte in der Nähe von AKWS zu hoch sind

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Mehr Arbeitsplätze, weniger Atomkraft

Die Schweiz steht am Scheideweg: Setzt sie in Zukunft voll auf Atomkraftwerke oder auf Effizienz und erneuerbare Energien?
Eine Studie von Kantonen und Umweltverbänden zeigt: Die zweite Stratergie lohnt sich nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich.

Lesen Sie den ganzen Artikel aus dem WWF Magazin / von Philip Gehri:

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Sind neue AKW wettbewerbsfähig?

Der Bund prüft drei Rahmenbewilligungsgesuche für neue AKW in der Schweiz. In der öffentlichen Debatte fragt man sich: Wer wird diese AKW finanzieren?

In der Handelszeitung wurde diesen Sommer die Diskussion über die Finanzierung von neuen AKW in der Schweiz lanciert. Die Basler Plattform Ellipson kam bei einer Beurteilung aus Sicht der Finanzmärkte bereits 2008 zum Schluss, dass Kernkraftwerke finanziell nicht nachhaltig sind und  es deshalb in einem zunehmend wettbewerbsorientierten und liberalisierten Markt sehr schwierig werden wird, für solche – auch aus finanzieller Sicht – hoch riskante Unterfangen Investoren zu finden. Diese Ansicht scheint auch der ehemalige Axpo-Manager Hans-Peter Stöckl zu teilen. Ein AKW rechne sich betriebswirtschaftlich schlicht nicht. „Axpo vergisst, dass der Markt liberalisiert wird“, sage Stöckl der Zentralschweiz am Sonntag (Ausgabe vom 18. Juli 2010).

Quelle: Online-Zeitung der Allianz „Nein zu neuen AKW“, Ausgabe 03/2010

Studie Ellipson « Risk and Return von Kernkraftwerken» (PDF)

Konferenz «Investitionen in neue Kernkraftwerke: Eine Beurteilung aus ökonomischer Sicht», 10.11.2010

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