Ist Atomstrom sauber genug?

Die Atomkraftwerke Gösgen und Beznau setzen rezykliertes Uran ein. Das soll besonders umweltfreundlich sein. Doch die Rundschau hat herausgefunden: Die Wiederaufarbeitung in Russland geschieht an einem der am meisten radioaktiv verseuchten Orte Russlands, in Mayak. Gösgen bestätigt die Recherchen der Rundschau.
Diese Ausgabe der Rundschau wird mehrmals wiederholt oder ist in ganzer Länge zu sehen unter:
 
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/09/08/Schweiz/Dreckiges-Uran-aus-Russland-fuer-Schweizer-AKW

Weitere Informationen unter:
http://www.greenpeace.org/switzerland/de/Publikationen/Reports-Atom/Recycling-von-Wiederaufarbeitungsuran/

WAHRNUNG!
Sie können unter diesem Link Bilder von Majak und deren Bewohnern anschauen.  Die Realität ist   schwer-verdaulich und nicht für jedes Gemüt!!!
http://www.greenpeace.org/switzerland/de/Uber-uns/Medienstelle/Aktuelle-Medienbilder/Majak-Dreckige-Uran-Geschafte-mit-Russland/

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Auslandwerke produzieren dreimal mehr Strom als die Schweiz benötigt

Medienmitteilung der SES vom 8. September 2010

Sieben Schweizer Stromkonzerne sind an insgesamt
70 ausländischen Kraftwerkprojekten beteiligt.
Zum Teil sind sie im Bau, zum Teil in Betrieb.
Produziert wird vor allem Strom aus Gas, Kohle
und Uran (zu 98,7%). Werden alle Kraftwerkspläne
im Ausland umgesetzt, so könnte die
Gesamtproduktion der Schweizer Stromwirtschaft
(161 TWh) den heimischen Verbrauch (57 TWh) fast dreimal decken.

Ganze Medienmitteilung und Kraftwerkskarte unter:
www.energiestiftung.ch/aktuell/archive/2010/09/07/auslandwerke-produzieren-dreimal-mehr-strom-als-die-schweiz-benoetigt.html

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Erneuerbare Energien brauchen keine Brücken

Der vollständige Wechsel zu erneuerbaren Energien ist technisch und wirtschaftlich nicht nur möglich, sondern auch unverzüglich nötig. Alles spricht dafür, diesen Wechsel zu beschleunigen. Alles spricht dagegen, diesen über sogenannte „Brücken“ in Form von Atomkraftwerken oder neuen Kohlekraftwerken zu führen und damit aufzuschieben. Ein gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Appell.

Nicht technische und wirtschaftliche Gründe stehen dem  schnellen Wechsel zu erneuerbaren Energien entgegen, sondern die Widerstände der etablierten Energiekonzerne und eine halbherzige Politik.  Weitere Informationen Quelle: EUROSOLAR 2010

05.09.2010 Selbst mit moderater Laufzeitverlängerung blieben Atommeiler fast 70 Jahre am Netz und die Atommüllmenge würde sich verdreifachen!

Das ergibt eine Berechnung von Greenpeace, die heute veröffentlicht wurde. Daraus geht hervor, wie sich Laufzeitverlängerungen von zehn oder 15 Jahren auswirken würden auf das Jahr der Abschaltung, die Gesamtlaufzeit der einzelnen AKWs und die anfallenden Müllmengen. Greenpeace fordert eine Laufzeitverkürzung.

Weitere Informationen: Folgen einer Laufzeitverlängerung um 10 / 15 Jahre

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Atomlobby drückt aufs Gaspedal

Die Atomlobby drängt, sie will neue AKWs bauen. Und dazu braucht sie endlich eine brauchbare Abfalldeponie. Bei diesem Tempo wirds der Nagra schwindlig. Statt die technischen Probleme zu lösen, fährt die Nagra mit grossem Getöse und einem Pseudo-Mitbestimmungsverfahren durchs Land und sucht den Standort des geringsten Widerstandes. Doch die offenen Fragen wiegen schwer: 1. Seismische Untersuchungen und eine einzige Bohrung sollen qualitativ genügend detaillierte Infos liefern in all den Gebieten, wo eine Deponie in Frage käme? 2. Luftfeuchtigkeit führt zum Zerfall des Opalinustons. Wie dieser bei den Grabarbeiten dagegen geschützt werden soll, ist offen. Beton hat sich als ungeeignet erwiesen. 3. Ob die Deponiekavernen in 500-900 Meter Tiefe mit einem Schacht (Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI) oder mit einem kilometerlangen Tunnel (Nagra) erschlossen werden sollen ist strittig. 4. Ebenfalls strittig ist die unbedingt nötige Rückholbarkeit; ENSI und das Paul Scherrer Institut sind klar dafür, die Nagra will alles zustopfen und die Stelle oberflächlich „kennzeichnen“. 5. Niemand weiss, wie die Giftbehälter gegen die Aggressivität des salzigen Meerwassers im Opalinuston geschützt werden können. 6. Niemand, aber auch gar niemand kann etwas aussagen über das  Verhalten der Radioaktivität in den Behältern und im nur 100 Meter dicken Opalinuston während Hunderttausenden von Jahren. Die Nagra versucht diese langen Zeiträume mit dem Vergleich mit geologischen Zeitangaben herunterzuspielen. Ein übles Spiel. All diese Fragen zeigen, dass der Sicherheitsbegriff der Nagra dem unermesslichen Gift und den langen Zeiträumen nicht gerecht wird. Und mit diesem massiven Fragenkatalog und den untauglichen Sicherheitsbeteuerungen soll nun so rasch wie möglich eine milliardenschwere Baustelle eröffnet werden. Unglaublich, wie da vorgegangen wird! Da muss Widerstand geleistet werden, nicht nur im schönen Zürcher Weinland. Es gibt nur eine Lösung: Aussteigen aus der lebensbedrohlichen Atomtechnologie und die Milliarden in die erneuerbaren Energien investieren.

Johannes Herter-Leu, Andelfingen                                                                      

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Grundforderung von Hans-Peter Dürr

Unsere Verpflichtung zur Bewahrung der Schöpfung, unsere Ehrfurcht vor allem Leben und die Beachtung der Menschenrechte sollte uns Menschen streng verbieten eine Technik zu entwickeln und betreiben, die im schlimmsten Falle ihres Versagens (dem maximal möglichen Störfall ohne Berücksichtigung seiner Eintrittswahrscheinlichkeit) einen nach diesen allgemeinen Grundsätzen inakzeptablen* Schaden verursachen kann!

*Inakzeptabel ist insbesondere, wenn der Schaden in hohem Masse andere (jetzt oder in der Zukunft) trifft als die Nutzniesser dieser Technik.

(aus „Wieviel menschliche Aktivität verträgt die Biosphäre? “ von Hans-Peter Dürr, 9. Mai 2007, Technopark Zürich)

„Ich nenne nur einen Grund, der für mich als Kernphysiker ein absolutes Nein zur Kernenergie bedeutet: Wir Menschen sollten nie und nimmer Technologien entwickeln, die bei einem maximal möglichen Störfall zu einem Schaden führen, der nicht mehr von uns verantwortbar ist. Und diese Forderung muss gelten, ganz gleich, welche Wahrscheinlichkeiten für den Eintritt eines solchen Störfalls ausgerechnet worden sind.“ 

(Text aus seinem Buch „Warum es ums Ganze geht“ – Neues Denken für eine Welt im Umbruch)

(Hans-Peter Dürr, 1958-1976 Mitarbeiter von Werner Heisenberg,  ehemaliger Direktor am Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik in München, Träger des Alternativen Nobelpreises für Physik, Mitglied des Club of Rome, Mitbegründer der Quantenmechanik – bedeutender Querdenker und Impulsgeber)

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