Gesundheitliche Folgen des Uranbergbaus

„Die Freisetzung und Verarbeitung von Natur-Uran geht immer mit gravierenden Gefahren für Gesundheit und Lebensgrundlage der in den Abbaugebieten lebenden indigenen Bevölkerung einher. Verdeutlicht man sich dann noch die Nutzung von Uran in AKW und Atombomben, so muss eine Ächtung von Uranbergbau das Ziel sein.“ (aus  IPPNW-Statement zur Diskussion um Uranherkunft vom 10.8.2010)

Gesundheitliche Folgen des Uranbergbaus allgemein und am Beispiel des Konzerns Areva in Niger von Dr. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende

Informieren Sie sich dazu unter:

Gesundheitliche Folgen des Uranabbaus

Weitere Infos:

Zur IPPNW-Uranstudie

IPPNW-Pressemitteilung zur Uranstudie

Urangewinnung und Uranbedarf

Herkunft des an den Weltmarkt gelieferten Urans

 

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Flammen erreichen verstrahlte Gebiete

13.08.2010  Die Feuer in Russland haben bereits in radioaktiv verseuchten Gebieten gewütet.

In der Gegend um die Stadt Brjansk nahe der Grenze zu Weißrussland und der Ukraine sollen schon vor Tagen zahlreiche Brände gezählt worden sein. Bestätigt wurden ebenfalls Brände in der Nähe der Atomanlage Majak. Beide Regionen gelten wegen der hohen radioaktiven Strahlung durch Atomunfälle zu den gefährlichsten der Welt. Greenpeace fragt Atomexperten Christoph von Lieven nach den Folgen:

Online-Redaktion: Die russische Waldschutzbehörde hat zugegeben, dass es bereits seit Tagen zu Bränden in radioaktiv kontaminierten Gebieten gekommen ist. Was geschieht dann?

Christoph von Lieven: In den verstrahlten Gebieten sind radioaktive Partikel und Kleinstmaterialien im Boden, im Torf, in den Pflanzen gebunden. Durch die Brände wird das gefährliche Material freigesetzt und in die Umwelt entlassen. Es könnte beim Löschen ins Grundwasser gespült werden oder bei Bränden mit der Hitze hochgetrieben und mit dem Wind weiterverteilt werden.

Rund um die Atomanlagen Mayak und Tschernobyl sind große Gebiete sehr stark kontaminiert. Auf tausenden von Quadratkilometern lagert besonders viel radioaktives Material im Boden und ist bisher noch im Torf oder anderem biologischen Material gebunden. Feuer und sehr starke Hitze können dafür sorgen, dass diese radioaktiven Partikel aus dem Trägermaterial gelöst werden. Dann besteht die Gefahr, dass Helfer oder Anwohner diese Teilchen einatmen oder das es woanders zu einem radioaktiven Fall-out kommt.

Online-Redaktion: Wie weit können die Partikel getragen werden? Könnten auch wir in Deutschland davon betroffen werden?

Christoph von Lieven: Das kann niemand so genau sagen, denn es hängt ganz davon ab, wie sich die Brände und die Wetterbedingungen entwickeln. Momentan gehen wir davon aus, dass vor allem die Menschen in den betroffenen oder angrenzenden Regionen gefährdet sind. Ein Gefahr für Westeuropa sehen wir derzeit noch nicht.

Online-Redaktion: Welche Gefahr bedeuten die Feuer für die russischen Atomkraftwerke?

Christoph von Lieven: Elektrizität und Kühlung von Atomkraftwerken sind besonders gefährdet, da sie dem Kraftwerk von außen zugeführt werden. Werden beispielsweise Strommasten zerstört oder durch lange brennende Feuer beschädigt, kann es dazu kommen, dass ein Kraftwerk nicht mehr zu steuern ist. Folge wäre, dass es nicht mehr geregelt heruntergefahren werden könnte. Dasselbe gilt für die Wasserzufuhr: Wenn kein Kühlwasser mehr zugeführt wird, kann das AKW nicht mehr gekühlt werden.

Online-Redaktion: Vielen Dank für das Gespräch.

Hier finden Sie eine Grafik zu den Bränden in den kontaminierten russischen Gebieten (PDF)

Quelle: Greenpeace 2010

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Solarenergie toppt Atomstrom

08.08.2010 Die Schlagzeilen wiederholen sich zwar, sie sind deshalb nicht weniger zutreffend – die solare Stromerzeugung erlebt ein einmaliges Wachstum, neue Prognosen übertreffen alles bisher Bekannte.

Solarmedia macht exklusiv in Europa die neuesten Voraussagen öffentlich: Die Solarwirtschaft wird zwar künftig kaum von stetem Auf und Ab verschont – vor allem aber geht es aufwärts. Der US-Marktforscher iSuppli bestätigt jetzt frühere Positivmeldungen und konkretisiert sie für die nächsten Jahre. Eine Expansion ist demnach weiterhin möglich, weil fallende Preise der Solarmodule die Photovoltaik (PV) immer attraktiver machen. Zur Erinnerung: PV ermöglicht die direkte Umwandlung der solaren Strahlung in Strom und gilt wegen der unerschöpflichen Sonnenaktivität als viel versprechendste Erneuerbare Energie.

Autor:  Guntram Rehsche

30 Jahre Arbeit als Ökonom und Journalist haben mich überzeugt: Nur ein radikaler Wandel hin zu einer solaren Wirtschaftsweise kann die Welt zum Guten verändern.

Quelle: Solarmedia 2010

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Hiroshima: Der Mahnruf des missachteten Gewissens

Vor 65 Jahren warfen US-Soldaten erstmals in der Menschheitsgeschichte eine Atombombe. Ihr Ziel am 6. August, morgens um 8.15 Uhr, war die südjapanische Stadt Hiroshima. Nur drei Tage später fiel die zweite Atombombe auf Nagasaki. Am 6.August 1945 starben in Hiroshima 140.000 Menschen und kurz danach in Nagasaki 73.000.

Wer in Hiroshima und Nagasaki mit Strahlungsopfern spricht oder die beiden eindrucksvollen Gedenkstätten besucht, dem öffnet sich das Tor zur Hölle auf Erden. Im August 1945 geschah ein Massenmord wie ihn sich die Welt bis dahin nicht vorstellen konnte. Innerhalb von Sekunden haben sich Zehntausende von Menschen in Nichts aufgelöst, waren allenfalls ein Häufchen Asche oder für den Rest ihres Lebens verstrahlt und verkrüppelt.

Wir wissen durch die aktuelle Diskussion um die Atombombe für Nordkorea und den Iran um den engen Zusammenhang zwischen der so genannten friedlichen Nutzung der Atomkraft und dem Bau von Atombomben. In AKWs wird der Stoff für die Bombe produziert. Ohne Atomkraftwerke gibt es – auch für den Iran und für Nordkorea – keine Atombombe. Die weltweiten Störfälle in vielen Atomanlagen müssten auch die größten Atomfreunde nachdenklich machen! Solange auf der Welt aber 450 AKWs laufen, werden skrupellose Machtpolitiker weiterhin versuchen, Atombomben zu bauen.

Vor einigen Jahren hatten mich die Bürgermeister  von Hiroshima und Nagasaki zu Vorträgen eingeladen. Mein Thema hieß „Vom Atomzeitalter ins Solarzeitalter“. Wichtigere Orte zu diesem Thema gibt es wohl nicht.

Franz Alt

Lesen Sie den ganzen Artikel unter:  http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=1c6e5ea9407ms219

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Nuclear-Free Future Award 2010

Laufzeitverlängerung – das klingt so betrügerisch versimpelt wie Störfall oder Brückentechnologie. All diese Vokabeln haben das Zeug, einmal zu den Unworten des Jahrhunderts zu zählen – sie vertuschen und desinformieren.

Im Bewusstsein, dass das Atomzeitalter dringend beendet werden muss, ehrt der Nuclear- Free Future Award regelmäßig Menschen, die selbstlos und hartnäckig für eine nuklearfreie Zukunft kämpfen.

Der Nuclear-Free Future Award in den Kategorien Widerstand, Aufklärung und Lösungen ist mit je 10.000 Dollar dotiert; daneben gibt es zwei Ehrenpreise. Die festliche Verleihung wird am 30. September in New York stattfinden: in der historischen Great Hall von Cooper Union.

Die Preisträger sind:

  • die Organisation „African Uranium Alliance“
  • der russische Physiker Oleg Bodrov
  • der französische Aktivist Bruno Barrillot
  • der indianische Bisonzüchter Henry Red Cloud
  • der Hollywood-Schauspieler Martin Sheen

Hier finden Sie Fotos und nähere Informationen…

Quelle: „Franz-Moll-Stiftung für die kommenden Generationen“

Sie verfolgt ein wichtiges Anliegen und zeigt, dass auch eine kleine Initiative erhebliche Wirkung für die Betroffenen in allen Teilen der Welt haben kann.“

Mehr von Simone Kayser in der Münchner Straßenzeitschrift BISS…

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