Grundsätzliche Kritik an der Wahrnehmung des Gesamtprojektes Atomenergie:
Es besteht in der Wahrnehmung des Gesamtunternehmens „Atomenergie“ offensichtlich eine ausgesprochen gespaltene Wahrnehmung und eine ungenügende Verknüpfung der verschiedenen Bereiche. Generell wird Unangenehmes ganz ausgeblendet. Der Öffentlichkeit werden Expertenberichte isolierter, scheinbar geschlossener Projektteile vorgestellt. Diese werden als gelöst und sicher präsentiert, ohne dass sie mit der gesamten Problematik der Atomenergieproduktion verknüpft sind. Der Sinn dieser fehlerhaften Wahrnehmung liegt wohl darin, dass damit von der Atomenergietechnologie ein positives Bild präsentiert werden soll. Dies entspricht nicht den Fakten und widerspricht einer verantwortungsvollen und dringend notwendigen zusammenhängenden Projekt- und Prozessbearbeitung.
Zusammenfassung der Stellungnahme:
Der Sachplan Tiefenlager ist nicht in die gesamte Problematik der Atomstromproduktion vom Uranabbau bis zur Endlagerung eingebunden.
Aufgrund der beschriebenen Häufung von Risiken kann der Opalinuston die an ihn gestellten Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen. Er ist als Deponieort für radioaktive Atomabfälle infolge seiner Instabilität nicht geeignet. Der verwendete Sicherheitsbegriff ist vollständig abzulehnen. Ebenso muss die Verantwortung und die dazugehörende Haftpflicht geklärt werden.
Von Vertrauen in die vorgelegte Lösung kann keine Rede sein.
Der vorliegende Sachplan ist deshalb zurückzuweisen.
Gerne stellen die Verfasser obige Stellungnahme als Ganzes oder in Teilen davon zur Verfügung. Sie soll auch als Anregung zu einer persönlichen Eingabe oder Leserbrief verstanden werden. Damit hoffen wir, dass viele Personen/ Organisationen eigene Eingaben und/oder Leserbriefe/ Pressemitteilungen machen.
Die Schweizerische Energie-Stiftung weist in ihrer Stellungnahme den Ergebnisbericht der Etappe 1 zurück, denn das Lagerkonzept ist unausgereift, die Standortsuche verfrüht und der Ergebnisbericht verharmlosend.
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